Die ganzen Gedichte hab ich gefunden im Fressnapf-Katzen-Kalender 2005. Feine Dichtung :-)
Letzte Nacht war übrigens ein "wunderschöner" Katzengesang zu vernehmen - sie paaren sich wieder. Nicht auszuhalten, wenn man schlafen möchte. Außerdem befürchte ich die Konsequenzen dieses Treibens schon zu kennen - es gibt bald wieder viele kleine Katzen, die alle furchtbaren Hunger haben werden. Ich kann aber nicht noch welche aufnehmen, bin doch kein Katzenasyl - auch wenn ich meine 3 Findelkinder nicht mehr missen möchte!
SternchenJG - 15. Feb, 09:51
Die Katze sitzt vorm Mauseloch,
in das die Maus vor kurzem kroch,
und denkt: "Da wart' nicht lange ich,
die Maus, die fange ich!"
Die Maus jedoch spricht in dem Bau:
"Ich bin zwar klein, doch bin ich schlau!
Ich rühr mich nicht von hinnen,
ich bleibe drinnen!"
Da plötzlich hört sie - statt "miau" -
ein laut vernehmliches "wau-wau"
und lacht: "Die arme Katze,
der Hund, der hate!
Jetzt muss sie aber schleunigst flitzen,
anstatt vor meinem Loch zu sitzen!"
Doch leider - nun, man ahnt's bereis -
war das ein Irrtum ihrerseits,
denn als die Maus vors Loch hintritt -
es war nur ein ganz kleiner Schritt -
wird sie durch Katzenpfotenkraft
hinweggerafft!
Danach wäscht sich die Katz' die Pfote
und spricht mit der ihr eig'nen Note:
"Wie nützlich ist es dann und wann,
wenn man 'ne fremde Spache kann...!"
Heinz Erhard
© Lappan Verlag
SternchenJG - 15. Feb, 09:40
Kleine Katzen sind so drollig
Und so wollig und so mollig,
Dass man sie am liebsten küsst.
Aber auch die kleinen Katzen
Haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Dass ihr's wisst!
Kleine Katzen wollen tollen
Und die Wolleknäuel rollen.
Das sieht sehr possierlich aus.
Doch die kleinen Katzen wollen
Bei dem Tollen und dem Rollen
Fangen lernen eine Maus.
Kleine Katzen sind so niedlich
Und so friedlich und gemütlich.
Aber schaut sie richtig an:
Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
Hilft, dass aus dem süßen Kätzchen
Mal ein Raubtier werden kann.
James Krüss
© Carlsen Verlag GmbH, Hamburg
SternchenJG - 15. Feb, 08:45
Die Katze hat ein gelbes Fell
Und sitzt auf meinem Schoße.
Sie mag gern Fisch und eventuell
Auch Schmorbraten mit Soße.
Auch fängt sie Mäuse dann und wann
Und ab und zu - was seh ich! -
Mal einen Vogel, doch nur dann,
wenn er des Flugs nicht fähig.
Oft bleibt sie meiner Kate fern;
Dann weilt sie gegenüber.
Sie hat zwar meine Kate gern;
Doch ist ihr'n Kater lieber.
Heinz Erhardt
© Lappan Verlag
SternchenJG - 15. Feb, 08:42
Sind sind sehr kühl und biegsam, wenn sie schreiten,
Und ihre Leiber fließen sanft entlang.
Wenn sie die blumenhaften Füße breiten,
Schmiegt sich die Erde ihrem runden Gang.
Ihr Blick ist demuthaft und manchmal etwas irr.
Dann spinnen ihre Krallen fremde Fäden,
Aus Haar und Seide schmerzliches Gewirr,
Vor Kellerstufen und zerbrochnen Läden.
Am Abend sind sie groß und ganz entrückt,
Verzauberte auf nächtlich weißen Steinen,
In Schmerz und Wollust sehnuschtskrank verzückt
Hörst Du sie fern durch deine Nächte weinen.
Maria Luise Weissmann
SternchenJG - 15. Feb, 08:38
Geschlossene Zimmertüren sind für Katzen eine unzumutbare Beeinträchtigung des Lebenskomforts. Im Zweifelsfall befindet sich in dem gerade unzugänglichen Raum ein immens wichtiger vorläufig ständiger Platz.
Werner Fuld
SternchenJG - 15. Feb, 08:35
In einer Zimmerecke wacht,
schon länger, als ich denken kann,
die schöne Sphinx und schweigt mich an
im Wechselspiel von Tag und Nacht.
Ganz ungerührt und unbewegt
verharrt die finstere Gestalt.
Der Silbermond, der lässt sie kalt,
selbst Sonnenschein sie nicht erregt.
Der Himmel rötet sich und bleicht,
die Flut des Mondlichts steigt und sinkt.
Der Dämmerung es nicht gelingt
und auch der Nacht nicht, dass sie weicht.
Die Zeit verrinnt, Nacht folgt auf Nacht,
und immer noch die Katze träumt;
Mit sanften Augen, goldgesäumt,
hält sie auf ihrem Teppich Wacht.
Sie ruht, ihr Katzenauge starr
und zu den spitzen Ohren drängt
das Nackenhaar, mit gelb gesprengt;
das braune Fell ist seidenzart...
Mein träger Liebling, komm heran,
und leg' den Kopf mit in den Schoß,
damit ich dir den Nacken kos'
und deinen Samtleib streicheln kann...
Oscar Wilde
© 2003 by Merlin Holland
SternchenJG - 15. Feb, 08:31
Fünf Kätzchen Vorm Fenster und Lieschen dazu,
die stehen zusammen schon längst auf du.
Trippelt zum Garten sie in der Früh',
wartet Frau Mietzekatz schon auf sie,
putzt die vier Kleinen noch akkurat;
jeder macht gern mit den Kindern Staat.
Die Kätzchen haben heut' Augen gekriegt,
gucken ganz dumm und blinzeln vergnügt.
Wenn solch ein großes Wunder gescheh'n,
das muss die Mutter doch auch mal seh'n!
Holt noch ein Näpfchen, so ein klein's,
macht für die Kätzchen was Extrafein's.
Das ist ein Springen hinauf und hinab,
lecken sich alle Pfoten ab.
Durch den Apfelbaum, schwerbelaubt,
fällt der Mutter ein Strahl aufs Haupt,
glänzt dann auf Lieschens Blondhaar hell,
gleitet hernieder aufs Katzenfell,
bis zu den Kätzchen winzig und klein
kriegt jedes sein bisschen Sonnenschein.
Ludwig Jacobowski
SternchenJG - 15. Feb, 08:23
Schnurrend schleicht die kleine Katze
leise auf den weichen Pfoten
um danach mit viel Geschmatze
futtert was ihr angeboten.
Würd viel lieber Mäuse jagen
ein rundes Wollknäuel tut es auch
doch mit einem vollen Magen
hindert doch der dicke Bauch.
Legt sich aufs Sofa nun zur Ruh
nach harter Arbeit soll man schlafen
und Frauchen drückt ein Auge zu
und wird sie nicht bestrafen.
Und ausgeruht dann in der Nacht
jetzt schläft ja die Familie ein
wird mancher Blödsinn noch gemacht
wer möchte da nicht Katze sein.
Heinz Bornemann
SternchenJG - 15. Feb, 08:05
"Wenn man einen Mann mit einer Katze kreuzen könnte,
würde es den Mann verbessern, die Katze leider nicht."
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens)
SternchenJG - 15. Feb, 08:00
Kätzchen ist krank,
macht ein trauriges Gesicht,
liegt auf der Bank
und rührt sich nicht.
Miau! Ich versteh,
die Maus war zu fett.
Magenweh?
Dann musst du zu Bett.
Püppchen hör zu,
dem Kätzchen geht's schlecht.
Ist es dir recht;
Wir legen's zur Ruh
In dein Bettchen hinein,
decken's warm zu
und wiegen es ein.
Da schläft's eine Stunde,
verdaut seine Maus
und springt dann gesund
zum Bettchen hinaus.
Gustav Falke
SternchenJG - 15. Feb, 07:59
"Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt;
durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen."
Ernest Hemingway
SternchenJG - 15. Feb, 07:57
Komm an mein liebreiches Herz - schöne Katze -
Verbirg die Klauen der Tatze
Wenn mein Auge naht
Dem deinen gemischt aus Metall und Achat!
Wenn meine Finger mit Muse schmeicheln
Dem biegsamen Kopf und Rücken
Und bebt meine Hand im Entzücken
Den funkenstiebenden Körper zu streicheln.
Dann seh ich im Geist eine Frau: ihr Blick
Gleich deinem - freundlich Tier -
Trifft wie ein Pfeil und ist tief und hell.
Es schwimmt vom Fuß zum Genick
Ein feiner gefährlicher Odem dir
Ringsrum um das braune Fell.
Charles Baudelaire
SternchenJG - 15. Feb, 07:55
Weißröckchen, wann kommst Du geschneit?
So ungefähr pausenlos seit 3 Tagen. Wir ersaufen im Schnee. Das will was heißen. Die Bundesstraße und Autobahn hier ist echt glatt - kommt sogar ständig im Radio. Hier herzukommen war ne reine Zitterpartie heut morgen. Ist das nur woanders auch so heftig?
SternchenJG - 15. Feb, 07:51
You Are A Romantic |
You are more romantic than 80% of the population.
You life your life like a fairy tale... or at least you try to.
Living for magical moments, you believe there's only one true love for you.
Love is the most important thing in your life, and you don't take it for granted.
Your perfect match loves to be in love as much as you do! |
via
Desideria
SternchenJG - 15. Feb, 07:13