Gedichte
Wem nie durch Liebe Leid geschah,
dem ward auch Lieb' durch Lieb' nie nah;
Leid kommt wohl ohne Lieb' allein,
Lieb' kann nicht ohne Leiden sein.
Gottfried von Straßburg
Gefunden im "Liebe ist..." Tagesabreißkalender
SternchenJG - 11. Apr, 07:06
Kämpfe für Dinge die wichtig sind.
Und vergeude nicht Deine Kräfte für Dinge, die NICHT wichtig sind.
Und vergeude nicht Deine Energie für Menschen, die es nicht wert sind.
Zitat von Wildy
SternchenJG - 3. Aug, 07:44
Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht,
musstest gehen, bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.
Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben
hier willst Du ganz sicher bleiben.
Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort,
eines Tages, Du wirst sehen,
werden wir uns wieder sehen.
Einmal wenn wir uns wieder sehen,
werden wir gemeinsam gehen,
in die Ewigkeit, ins Morgen,
hier gibt es nie wieder Sorgen.
Mensch, sei gut zu Deinem Tier,
denn gemeinsam wollen wir,
doch die Ewigkeit verbringen.
Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir oftmals Freude gemacht,
Dank, sag ich an dieser Stelle,
geh nun über diese Schwelle.
Geh nach Haus zu all den Lieben,
sieh sie warten auf Dich drüben,
mach Dir keine Sorg` um mich,
Seelchen, ich vergess` Euch nicht!
SternchenJG - 2. Jun, 15:13
Das folgende Gedicht hab ich vor einiger Zeit mal
Thoralf geschickt:
Ein wahrer Freund
Würd’ ich einen Menschen dieser Welt
beschreiben heut als wahren Freund,
der immer zu mir hält
und keine Worte scheut,
die zwar nicht immer angenehm
doch wahr gesprochen,
so würde ich dich stets sehn.
Bringst du mich auch zum Kochen,
zum Brodeln meine Gedanken,
die, nachdem du zu mir sprachst
kommen ins Schwanken und Wanken,
mit dem, was du mir sagst.
Doch hilft es immer mir
und dafür dank ich dir.
Du nimmst kein Blatt vor deinen Mund,
tust stets das was du denkst mir kund
und sagst ganz liebevoll,
in deinem Herzen erkennend mein Wohl,
was anderen schwer fällt zu sagen,
die nicht nach Tiefe fragen
und oberflächlich mit mir reden,
für niemand sind ein Segen.
Sie plappern nur nach meinem Mund
und wissen nicht worum es geht,
tun groß allein banales kund,
sehn nicht wie’s um mich steht.
Doch du allein bist da ganz anders,
des Wortes wohl bewandert,
mit einer Tiefe und voller Kraft,
die zum Nachdenken hat mich gebracht.
Niemals möchte ich deine Freundschaft missen
die so viel mir bedeutet.
Erreichst mit Liebe und Wahrheit mein Gewissen
bewirkst das in mir meine Alarmglocke läutet
Und dafür danke ich noch einmal dir,
du einzig wahrer Freund, der mir
vor Augen hält was wichtig ist,
mich nicht belügt, was richtig ist,
den Spiegel mir vor Augen hält.
Wie arm wär doch die Welt,
wie arm wär ich doch dann im Leben,
würde es dich für mich nicht geben!
SternchenJG - 7. Apr, 07:34
Tröste dich, die Stunden eilen,
und was all dich drücken mag,
auch die schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein and'rer Tag.
In dem ew'gen Kommen, Schwinden,
wie der Schmerz liegt auch das Glück,
und auch heit're Bilder finden
ihren Weg zu dir zurück.
Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
und - es kommt ein anderer Tag.
Theodor Fontane
SternchenJG - 5. Apr, 13:42
Die Katze sitzt vorm Mauseloch,
in das die Maus vor kurzem kroch,
und denkt: "Da wart' nicht lange ich,
die Maus, die fange ich!"
Die Maus jedoch spricht in dem Bau:
"Ich bin zwar klein, doch bin ich schlau!
Ich rühr mich nicht von hinnen,
ich bleibe drinnen!"
Da plötzlich hört sie - statt "miau" -
ein laut vernehmliches "wau-wau"
und lacht: "Die arme Katze,
der Hund, der hate!
Jetzt muss sie aber schleunigst flitzen,
anstatt vor meinem Loch zu sitzen!"
Doch leider - nun, man ahnt's bereis -
war das ein Irrtum ihrerseits,
denn als die Maus vors Loch hintritt -
es war nur ein ganz kleiner Schritt -
wird sie durch Katzenpfotenkraft
hinweggerafft!
Danach wäscht sich die Katz' die Pfote
und spricht mit der ihr eig'nen Note:
"Wie nützlich ist es dann und wann,
wenn man 'ne fremde Spache kann...!"
Heinz Erhard
© Lappan Verlag
SternchenJG - 15. Feb, 09:40
Kleine Katzen sind so drollig
Und so wollig und so mollig,
Dass man sie am liebsten küsst.
Aber auch die kleinen Katzen
Haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Dass ihr's wisst!
Kleine Katzen wollen tollen
Und die Wolleknäuel rollen.
Das sieht sehr possierlich aus.
Doch die kleinen Katzen wollen
Bei dem Tollen und dem Rollen
Fangen lernen eine Maus.
Kleine Katzen sind so niedlich
Und so friedlich und gemütlich.
Aber schaut sie richtig an:
Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
Hilft, dass aus dem süßen Kätzchen
Mal ein Raubtier werden kann.
James Krüss
© Carlsen Verlag GmbH, Hamburg
SternchenJG - 15. Feb, 08:45
Die Katze hat ein gelbes Fell
Und sitzt auf meinem Schoße.
Sie mag gern Fisch und eventuell
Auch Schmorbraten mit Soße.
Auch fängt sie Mäuse dann und wann
Und ab und zu - was seh ich! -
Mal einen Vogel, doch nur dann,
wenn er des Flugs nicht fähig.
Oft bleibt sie meiner Kate fern;
Dann weilt sie gegenüber.
Sie hat zwar meine Kate gern;
Doch ist ihr'n Kater lieber.
Heinz Erhardt
© Lappan Verlag
SternchenJG - 15. Feb, 08:42
Sind sind sehr kühl und biegsam, wenn sie schreiten,
Und ihre Leiber fließen sanft entlang.
Wenn sie die blumenhaften Füße breiten,
Schmiegt sich die Erde ihrem runden Gang.
Ihr Blick ist demuthaft und manchmal etwas irr.
Dann spinnen ihre Krallen fremde Fäden,
Aus Haar und Seide schmerzliches Gewirr,
Vor Kellerstufen und zerbrochnen Läden.
Am Abend sind sie groß und ganz entrückt,
Verzauberte auf nächtlich weißen Steinen,
In Schmerz und Wollust sehnuschtskrank verzückt
Hörst Du sie fern durch deine Nächte weinen.
Maria Luise Weissmann
SternchenJG - 15. Feb, 08:38
Geschlossene Zimmertüren sind für Katzen eine unzumutbare Beeinträchtigung des Lebenskomforts. Im Zweifelsfall befindet sich in dem gerade unzugänglichen Raum ein immens wichtiger vorläufig ständiger Platz.
Werner Fuld
SternchenJG - 15. Feb, 08:35